Executive Summary:

Die eigene Feinstaubbelastung mit dem Smartphone messen. Dieses Messgerät verbinden wir mit einem Kabel mit dem Smartphone. Das Smartphone dient als Batterie und GPS Logger. Dabei bleibt die Kontrolle über die Daten vollständig beim Nutzer.

Etwas mehr Details

Der Dieselskandal hat aufgezeigt, das auch vermeintlich trockene Themen wie die Feinstaubbelastung der Luft dennoch das Potential besitzen, um eine breite Öffentlichkeit für ökologische Themen zu interessieren.

Das dabei zutage getretene Bedürfnis nach weiterführenden Informationen zur Feinstaubbelastung wollen wir in Form einer persönlichen Messmöglichkeit zur Feinstaubbelastung aufgreifen. Dafür entwickeln wir eine Software, mit der man Daten eines Feinstaubsensors an das Android Handys übertragen kann. Das Telefon zeigt die aktuelle Belastung an, speichert die Werte und den Ort. Diese Daten lassen sich dann herunterladen und weiter verarbeiten. Bisher gibt es deutschlandweit über 1000 Feinstaubsensoren, die von luftdaten.info zusammen mit Bürgern vor Ort in Seminaren gebaut wurden.
Mehr als 1000 Leute haben für ca. 40 Euro Feinstaubbastelsets zusammengebaut. Obwohl hier Teile mit sechs Wochen warte Frist in China zu bestellen sind. Das Projekt Luftdaten.info hat inzwischen Sensoren in ganz Europa, mit ständig steigender Tendenz.

Nutzer dieses Projektes können leicht den Sensor ausbauen, mit einem Mini-USB Kabel abbauen und mit unserer App mobil messen.

Wir nutzen nun den gleichen Sensor (Novafitness SDS 011) um unterwegs mobil mit dem Handy die Feinstaubkonzentration messen zu können. Damit zu sehen wo es in der Nachbarschaft hohe und niedrige Belastungen gibt. Besonders achten wir beim Produkt auf Niederschwelligkeit: Wir möchten ein kostengünstiges Produkt, das leicht zu bedienen und deren Daten leicht zu verstehen sind. Deshalb entscheiden wir uns die Hardware so einfach wie möglich zu halten.

Wir generieren unsere Cost Recovery durch den Verkauf der App zum mobilen Auslesen der Sensordaten, Vorträge und Partnerlinks für den Verkauf der Hardware.

Die Gewonnen Daten bleiben beim Kunden, in einer weiteren Phase planen wir den Kunden auch ein auf ihre BedĂĽrfnisse zugeschnittenes Portal zum Visualisieren der Belastung anzubieten. Bei der Aufbereitung der Daten und Darstellung sehen wir ein weiteres Monetarisierungspotential.

Es gibt bereits jetzt eine Reihe von Apps zum auslesen und messen von Sensordaten, etwa „Noise Caputre“ zum Messen und Weiterleiten der Lärmbelastung der Umgebung. (http://noise-planet.org/noisecapture.html).

Wir sehen unsere App als ein Angebot fĂĽr umweltbewuĂźte, sozial aktive Menschen, die sich ĂĽber die eigene Feinstaubbelastung informieren wollen oder durch Aktivismus die Luft in ihrem Umfeld verbessern wollen, bzw. ihre Mitmenschen auf die Probleme aufmerksam machen.

Bisher gibt es kein Angebot zu günstigen Preisen, mobil und ohne großes Basteln die Feinstaubbelastung zu messen. Der Gründer selbst hat eine Bastellösung, auf einem Hackaton entwickeln lassen. Dabei liegen jedoch die Hardwarekosten bei ca 100 Euro. Dennoch hat die Nachfrage nach diesem Gerät, diverse Leute haben es nachgebaut und auch die gelegentlichen Berichte über Personen, die selbst so eine Lösung entwickelt haben, ihn überzeugt das einen weiteren Markt dafür gibt.

Deshalb sehen wir folgende Zielgruppen, Smartphone Besitzer:

  • Allergiker, bzw. Asthmatiker die wissen möchten wann sie die Umgebungsluft verschlechtert bzw. messen möchten um ihre Anfälle etwas mit der Luftqualität zu tun haben.
  • an technisch affine LoHaS – Personen mit einem Lifestyle of Health and Sustainability.
  • Schulen, bzw. Lehrer die mit der App Experimente durchfĂĽhren wollen, bzw. die Luftqualtität einfach messen.
  • BĂĽrgerinitiativen, wie etwa die Anti-Teerwerk Inis rund um Breisach, die messen wollen, wie Fabriken oder Verkehr ihre Umwelt belasten.
  • wissenschaftliche Institutionen oder Forscher die eine einfache Lösung haben wollen um in der Breite entsprechende Studien durchzufĂĽhren.

Die Preise für ausreichend genaue elektronische Komponenten ist am Fallen, diese werden auch sozial leichter verfügbar. In vielen Städten bilden sich Makerlabs und Szenen bei denen Menschen gemeinsam technische Dinge basteln.  Gleichzeitig rücken die Gesundheitsgefahren von dreckiger Luft (und lauter Umgebung) stärker in den Fokus der öffentlichen Debatte. Siehe dazu etwa die ständigen Diskussionen um Fahrverbote in Stuttgart und anderen Städten.

Eine Proof of Concept App existiert bereits und stößt bei diversen Vorführungen auf Interesse.

 

[1] Siehe: http://luftdaten.info/ und: http://deutschland.maps.luftdaten.info/#6/51.165/10.455